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Kim Tuk Sin und seine Werke

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Kim Tuk Sin (1754–1822) war ein Maler in der Zeit des Feudalstaates Joson (1392–1910), der sich im 18. Jahrhundert den Weg zur Schaffung der realistischen Genremalerei Koreas gebahnt hatte.

Er malte öfters auch Landschaften und Tiere, aber insbesondere war er ausgezeichnet bei der Portsräts- und Genremalerei.

In seinen Bildern ließ er die werktätigen Menschen als Helden auftreten und stellte ihr Alltagleben umfangreich und tiefgründig dar und veranschaulichte wirklichkeitsnah Gesellschaftsordnung, Wirtschaftsleben und Bräuchen in jener Zeit.

Sein repräsentatives Werk ist „Der Adlige und Bauer“.



In diesem Gemälde werden ein Adliger mit seiner Begleitung und ein Bauernehepaar dargestellt, das ihn auf dem Feldweg begegnet. Der Adlige mit der Rosshaarkappe blickt auf das Bauernehepaar, auf dem Rücken des Esels sitzend, herab, Der schlau aussehende Diener fällt dem Esel in Zügel und verhält einen Moment lang seinen Schritt. Der Knecht mit wilden Haaren folgt atemraubend ihnen mit dem schweren Gepäck auf seinem Rücken. Durch die hochmütige Miene des Adeligen und das bedeutungsvolle Lächeln seiner Begleitung wird Großturerei des Adeligen und seiner Begleitung mit hoch satirischer Schärfe ironisiert.

Nebenbei verneigt sich der Bauer so tief, dass sein Kopf fast zu Boden gelangen kann, und seine Ehefrau verbeugte sich vorsichtig, ihre Hände vorn zusammenhaltend. Aus ihren Gesten sind die Charakterzüge der naiven und einfachen Bauern, die an der feudalen Ständeordnung gefesselt sind, deutlich zu ersehen.

Hier werden die Mienen und Haltungen aller Figuren, welche vom Standesunterschied verursacht werden, durch eine Seite des einfachen Alltagslebens ausführlich dargestellt. Deswegen zeigt das Bild anschaulich die Vernunftwidrigkeit der Ständeordnung und die davon verursachte Ungleichheit in den Menschenbeziehungen.

Durch logistische Zusammensetzung, bündige Ausmalung der Figuren und exakte Behandlung des Gegebenheiten versanschaulichte das Werk deutlich die Überlegenheit der Koreanischen Malerei.

Außerdem brachte er viele Werke wie „Fischfang im Fluss“, in dem die im Fluss mit Fischfang beschäftigenden Menschen dargestellt sind, „Zurück vom Markt“, in dem es dargestellt ist, dass die Händler vom Markt scharenweise zurückkommen, und „Sie verjagen die Katze“, in dem das altes Ehepaar dargestellt ist, das sich beim Stöhnen eines von der Katze gebissenen Kükens beeilen.



Mit Anschaulichkeit und Wirklichkeitstreue leisteten seine Werke zur Entwicklung der Porträts- und Genremalerei einen großen Beitrag.


Naenara, Juni 2015

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